Der Schienengüterverkehr entfaltet seine Stärke vor allem dort, wo größere Mengen zuverlässig gebündelt und über längere Distanzen transportiert werden.
Unterhalb von Ganzzugverkehren ist die Organisation des Systems besonders anspruchsvoll. Einzelwagen- bzw. Wagengruppenverkehre erfordern eine enge Abstimmung vieler Beteiligter, regionaler Nachfragestrukturen, Anschlussgleise, verfügbare Trassen usw. Nahbedienung, Rangierprozesse,
nationale und internationale Fernläufe müssen gut orchestriert ineinandergreifen.
Diese Verwobenheit macht den Einzelwagen-/Wagengruppenverkehr wertvoll und verletzlich zugleich. Jedoch steht dieser Markt möglicher Weise gerade an
einem Wendepunkt. DB Cargo entscheidet gerade, wie das Unternehmen strukturell neu aufgestellt wird. Damit wird auch geklärt, welche Bestandteile des einsti-
gen „schwarzen Netzes“ Bestand haben und welche Teile der verladenden Wirtschaft keine Bedienung mehr erfahren werden.
Ein Teil der Nachfrage nach Einzelwagen-/Wagengruppentransporten wird voraussichtlich zukünftig auf alternative Angebote angewiesen sein oder zu ande-
ren Verkehrsträgern wechseln müssen. Diese Veranstaltung widmet sich daher der Kernfrage, wie Nachfragepotenziale unterhalb von Direktzugverkehren auf
der Schiene gehalten und neue Mengen hinzugewonnen werden können – und welche Rollen die Marktteilnehmer dazu einnehmen müssen.
Die Motivation von Bahndienstleistern, allen voran Eisenbahnverkehrsunternehmen, sich in Einzel-/Wagengruppenverkehren zu engagieren, sind unterschiedlich.
Für lokale Dienstleister, die auch Schieneninfrastruktur betreiben, können sie die Rechtfertigung zur Vorhaltung der Infrastruktur bedeuten.
Andernfalls stärken sie langlaufende Verkehre. Aber können sie wirtschaftlich transportiert werden? Welche Rolle kann dabei die Vernetzung von Dienstleistern spielen?
Und welche Marktmechanismen sind geeignet, Wettbewerber mit diesem Ziel zusammenzuführen?
Das Programm und weitere Details zur Anmeldung finden Sie in der beigelegten Einladung oder hier.
